„Schreiben Sie…“ oder mein eigener Weg

So, schreiben also…

über: die Sozialpsychiatrie, über Familiengeschichten, über Humor, den Wahnsinn der Welt, über den Digitalen Wandel, über das was „wirklich“ zählt, über die Evolution der künstlichen Intelligenz und wie wir dabei benutzt werden, über Mental Health im allgemeinen oder Depression im besonderen, über den Micro-Computer Raspberry Pi, die Poesie des Codings, dem Geschenk der Meditation, dem Design-Thinking, NeuroScience, Astronomie, das Wunder der Polarlichter, New Work, das Recht auf Wasser, nachhaltiges Wirtschaften, Robotik, Tech und Coding für Mädchen, … .

„Sie müssen schreiben, damit werden sie erfolgreich sein, auch international“, so Frau O., mein persönliches Karten-Orakel. Ja, richtig, ich befrage Orakel. Gegen Geld, nun schon das dritte Mal in den letzten vierzehn Jahren. Ansonsten nehme ich gerne auch eines unserer gut zehn „Hausorakel“, liebevoll gemachte Kunstwerke, inclusive dem I-Ging, dem chinesischem Buch der Wandlungen. Wenn man mich nun für „Eso“ hält, streite ich es ab. Eine Klientin und meine letzte Chefin meinten dazu: „Doch, ganz klar „Eso“. Nun gut, letztendlich bin ich jedoch der Meinung, dass man auch mit Fischstäbchen-Legungen Erkenntnisse erlangen kann, so ganz bodenständig, aber was soll`s … Und eigentlich ist es auch eher noch ein weiteres Thema zum schreiben, vielleicht dadurch mit noch weniger Lesern…

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Und nun eben zum dritten Mal : Schreiben Sie… .

Nicht, dass mich das Schreiben schon seit meinem vierzehnten Lebensjahr verfolgte, wo ich Autor werden wollte, mir meine erste Schreibmaschine von Adler zum Geburtstag wünschte, danach etliche Notiz- und Tagebücher füllte, Bücher zum und über das kreativen Schreiben verschlang, so für mich, alleine… Meine letzte echte „Veröffentlichung“ war allerdings, vor langer Zeit, meine Diplomarbeit zum Thema „Flow und Depression“, die leider aus der Fachhochschulbibliothek gestohlen wurde, was ich dann als Kompliment für die Arbeit bewertete. Wäre es ein Buch gewesen, hätte ich vielleicht einen ersten Käufer gehabt…

Dass ich dazu noch gerne lese, muss ich vermutlich nicht erwähnen. Oder doch, denn ich bin deutlich bibliophil. Ich liebe Bücher, am liebsten gebundene mit einem oder zwei Lesebändchen darin. Die meisten leihe ich mir seit über vierzig Jahren aus der „Hamburger öffentlichen Bücherhalle“ aus, wo ich so regelmäßig auftauche wie andere in Klamotten-, Schuhläden oder Elektro-Fachmärkten. Für Fahnder oder Terroristen wäre ich dort leicht zu finden, aber zum Glück nicht interessant genug, hoffe ich.

Zurück zu den Büchern: Wenn neue Bücher gut riechen, wobei ich den Geruch von alten Schulwachsmalkreiden bevorzuge, könnte ich in sie hineinkriechen. Wenn der Autor oder die Autorin dazu mit Leidenschaft über ihr Thema schreibt und dieses mit persönlichen Geschichten oder denen anderer verwebt, so verliebe ich mich oft in sie. Aktuell zum Beispiel in „When Breathe becomes Air“, geschrieben von dem Neurochirugen Paul Kalanithi, welcher auf der Höhe seiner Karriere an Krebs erkrankte, jung daran starb, aber unbedingt noch dieses eine Buch schreiben wollte. Entdeckt habe ich es auf dem Blog Brainpickings.org, der mit der Leidenschaft von Maria Popova geschrieben wird, dabei wirklich sehr lesens- und sehenswert ist.

So, nun sind es schon mal 478 Wörter geworden. Mal sehen was werden will…