Der Balkon als Inspirationsort für antidepressives, kreatives Schreiben

Nach anstrengenden Wochen nun vier freie Tage, ohne das Pendeln in engen Bussen, mit schlechter Luft und eingequetschter Aura. Nehme mit vor zu schreiben, zu fotografieren, Sport zu machen, zu lesen. Die Anfänge des Tages sind manchmal schwierig und ich arbeite daran, meinen Gedanken und Gefühlen eine positive Richtung zu geben. Das passiert zumeist nicht von alleine, aber es gelingt mir schon mal ganz gut, wenn auch nicht jeden Tag.

Mit meinem neuem Schreibprogramm „Ulysses“, schreibt es sich auch nicht von selbst, aber recht frei und unkompliziert. Die spontane Investition zahlt sich aus. Diese Woche nutzte ich es, um etwas freier und unstrukturierter über meine Ideen für mögliche Projekte nachzudenken. Ein paar „Gebäude“, wie diesen Blog, gibt es ja schon, aber ich bin mir noch nicht ganz klar darüber, was es werden will, was ich mit meinem Sosein erschaffen und lebendig halten kann Aber das ist auch nicht ganz neu. Somit hier ein paar Gedanken der letzten Woche:

Ein neuer Tag auf dem Balkon. Balkontage, eine Woche lang… Was ist zu tun, was will ich tun, was möchte die Zukunft von mir?
Eine Idee ist ja immer noch die, der Online-Akademie. Seltsamerweise fällt mir zumindest diese Woche kein echtes Thema für einen Kurs ein. Also lass ich es, und überlege mir etwas für die beiden Blogs. Im Counseling-Blog würde ich gerne mehr darüber nachdenken, wie innovative Methoden Menschen mit einer psychischen Erkrankung zu mehr Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und Lebensfreude inspirieren könnten.

Ich erinnere mich noch an einen Beitrag über Kleingründungen in einer amerikanischen Stadt. Das Projekt nannte sich INCUBE. Von psychischer Erkrankung betroffene Menschen bauten eine Einrichtung auf, in der sie sich gegenseitig dabei unterstützten sich mit Kleingründungen in z.B. Floristin, Kopierservice, Schreibdienst, PC-Reperatur, Nähstube u.ä. selbständig zu machen. Für körperlich schwerbehinderte Menschen gibt es in Berlin eine Beratungsstelle. Für psychisch erkrankte Menschen derzeitig diesbezüglich nichts. Dabei ist deutlich, dass viele erkrankte Menschen nur schwer wieder in ein Arbeitsverhältnis zurückfinden. Im Lichte der digitalen Revolution wird dieses zukünftig noch schwieriger werden. Wenn es hierzu Organisationsstrukturen benötigt, dann werden es aus meiner Sicht Service- und Community Center sein.

Das Atelier denke ich mir persönlicher und spiritueller im Schwerpunkt. Persönlicher hieße, mich mehr mit meiner Geschichte zeigend, ermutigend und inspirierend, auch mit interessanten „Methoden“ und Themen. Wobei es mir da immer mehr um die innere Haltung und die Gestaltung von der Beziehung zu mir, die des nachfragenden Menschen zu sich und die zwischen uns beiden geht. Diese Triade entfaltet den Raum, in dem Möglichkeiten sich zeigen und entwickeln können. Mal sehn…
Die Akademie würde ich gerne als zentrale Werkstätte entwickeln, ganzheitliche, erdverbundene, hochwertige Angebote, gehirngesturmt…

  • Servicedesign-Thinking als Methode für neue Wege in der Sozialpsychiatrie
  • Business Modell Innovation als Modell für Kleingründungen und innovative Angebote
  • Effectuation: Was wir haben und was unser „leistbarer“ Verlust ist, als Grundlage für Selbständigkeit
  • Sensitive BeraterInnen: Verständnis und Umgang mit Grenzerlebnissen
  • Natur- und Pflanzengeister als schamanische Helfer
  • Gaben und Talente – Persönliche Wege zur ökonomischer Freiheit
  • Natuphotografie als Weg
  • Thinking at the Edge – Die Stimme meines Körpers und Geistes – Körperorientiertes Entdecken und Gestalten von „Small Businesses“
  • Kreatives Schreiben – Wege in die Freiheit
  • Karmic Management, oder das Rufen in den Wald des Selbst hinein
  • Schamanische Wege zu persönlicher und wirtschaftlicher Freiheit
  • Das persönliche Drehbuch als Weg zu mehr Freiheit

Das I-Ging: Das chinesische Buch der Weisheit als Inspirationsquelle und Weg.

Die zentralen Themen sind Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstermächtigung

Freiheit, Selbstbestimmung, Selbstermächtigung und VerbundenSein in Zeiten des Wandels
Freiheit im Denken, Fühlen, Handeln, in der Wahl des Ortes
Bildung in Freiheit
Arbeiten und Gestalten in Freiheit
Innere Freiheit

Meine Ziele:
Ich teile die Schönheit der Natur durch meine Fotografien, über Instagram, meinen Photo-Blog und bei Twitter. Ich entwickle damit einen eigenen Stil und ein eigenes Profil.
Ich teile meine Gedanken, Gefühle und Ideen, biete Unterstützung in meinem virtuellen „ Atelier für Beratung und Lebensgestaltung“ an:
Hochsensibel, sensitiv, introvertiert und vielbegabt zu sein fühlt sich oft so an, als wären wir falsch in dieser Welt, als gäbe es keinen Platz für uns. Aber das stimmt so nicht. Wenn wir dazu noch von Depressionen geplagt werden, sitzen wir vielleicht in der dunklen Nacht, den Sümpfen der Traurigkeit oder in den tiefen Tälern des nichts mehr Fühlens und Wollens fest. Dann brauchen wir mindestens einen Menschen, der für uns die Flamme der Hoffnung trägt, der vielleicht eine zeitlang nur einfach da oder für uns erreichbar ist.
Depressiv zu sein bedeutet nur nicht, dass die Erkrankung uns definiert, unser Dasein bestimmt, auch wenn es so wirkt. Wir sind mehr als depressiv. Mag es sich auch jeden Tag wieder neu so anfühlen als gäbe es nichts zu sein, dann stimmt das nicht, denn wir sind mehr. Und dieses „mehr“ gilt es zu stärken. Wir können darauf warten, dass andere es für uns tun: Unsere Ärzte, Therapeuten, Partner, Eltern, Kinder, Kollegen, Freunde, die Gesellschaft.
Anti-Stigma ist wichtig, aber Anti-Stigma beginnt in uns selbst. In einer akuten Phase brauchen wir Schutz, Verständnis und Ermutigung, durch Menschen, die für uns die Hoffnung aufrecht erhalten. Doch wenn wir mehr wollen, gilt es sich zu entscheiden, zwischen dem Leben oder Stagnation und Tod. Und das möglicherweise auch jeden Tag oder auch jede Stunde, immer wieder neu…
Damit ist meine Balkonwoche beendet. Doch denken und planen werde ich weiter, dann auch an einer konkreteren Umsetzung des Ganzen. Morgen fahre ich wieder zu meinem Brotjob, wo ich nun schon seit fast einem Jahr wieder arbeite. Aber das war ja auch eines der Ziele: Meine Wiedereingliederung schaffen, durch persönliche Reha und Stärkung, wieder begleiten und beraten zu können, meine Arbeitszeit auf ein stimmiges Niveau zu reduzieren, um Raum und Zeit für meins zu gewinnen, läuft sozusagen…